Serumfolatbestimmung: Wissenschaftliche Beurteilung des Folatspiegels zum Schutz von Gesundheit und Schwangerschaft
Folat, auch bekannt als Vitamin B9, ist ein essentielles, wasserlösliches B-Vitamin, das der menschliche Körper nicht selbst herstellen kann – es muss über die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden. Der Serumfolatspiegel bezeichnet die Konzentration an freiem Folat im Blutserum. Er spiegelt die Folatzufuhr und den Stoffwechselstatus des Körpers der letzten ein bis zwei Wochen wider und ist daher der gebräuchlichste und praktischste Indikator zur klinischen Beurteilung des Folatstatus.
Warum ist die Bestimmung des Serumfolatspiegels wichtig?
1. Vorbeugung von Entwicklungsstörungen beim Fötus (Kernnutzen)
Ein Folsäuremangel vor und während der Schwangerschaft erhöht das Risiko für Neuralrohrdefekte, Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und angeborene Herzfehler beim Fötus deutlich. Die Bestimmung des Serumfolatspiegels ermöglicht eine frühzeitige Erkennung eines Folsäuremangels und damit eine gezielte, wissenschaftlich fundierte Supplementierung zur Senkung des Risikos von Geburtsfehlern.
2. Die Ursache der Anämie ermitteln.
Folsäure spielt eine Schlüsselrolle bei der Bildung roter Blutkörperchen und der DNA-Synthese. Ein Folsäuremangel kann zu megaloblastärer Anämie führen, die sich durch Müdigkeit, Schwindel, blasse Haut und Herzklopfen äußert. Ein Folsäuretest im Serum hilft, schnell festzustellen, ob eine Anämie auf einen niedrigen Folsäurespiegel zurückzuführen ist.
3. Reduzierung kardiovaskulärer Risiken
Niedrige Folsäurewerte führen zu einem erhöhten Homocysteinspiegel, der die Blutgefäßwände schädigt, die Arteriosklerose beschleunigt und das Risiko für Bluthochdruck, Schlaganfall und koronare Herzkrankheit erhöht. Folsäuretests helfen, potenzielle kardiovaskuläre Gesundheitsrisiken einzuschätzen.
4. Gezielte Nahrungsergänzung steuern und Überdosierung vermeiden
Mehr Folsäure ist nicht immer besser. Eine übermäßige Folsäurezufuhr kann einen Vitamin-B12-Mangel verschleiern, die Zinkaufnahme beeinträchtigen und langfristig das Risiko bestimmter Erkrankungen erhöhen. Tests helfen festzustellen, ob ein Mangel vorliegt oder ob zu viel Folsäure eingenommen wird, und ermöglichen so eine individuelle Ernährungsberatung.
Serumfolat vs. Erythrozytenfolat: Worin besteht der Unterschied?
Zwei primäre Folsäuretestindikatoren werden klinisch verwendet, die jeweils unterschiedlichen Zwecken dienen:
| Indikator | Serumfolat | Folsäure in roten Blutkörperchen |
| Zeitrahmen reflektiert | Kurzfristiger (1–2 Wochen), unmittelbarer Status | Langfristige (3–4 Monate), Körperreserven |
| Stabilität | Reagiert leicht auf Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel. | Stabil, wird durch kurzfristige Aufnahme nicht beeinflusst. |
| Klinischer Nutzen | Schnelles Screening, Echtzeit-Beurteilung, dynamische Überwachung | Langzeitreservebewertung, Goldstandard für die Diagnose |
| Probenart | Serum (einfach zu gewinnen und zu verarbeiten) | Vollblut (erfordert spezielle Vorbehandlung) |
Wizbiotech-Detektionstechnologie
Der Serumfolat-Testkit von Wizbiotech verwendet die Fluoreszenz-Immunochromatographie mit Serum als Testprobe und bietet folgende Vorteile:
Einfache Probenentnahme und Vorbehandlung
Schnelle Ergebnisse (15 Minuten) und stabile Leistung
Keine großen Laborgeräte erforderlich – geeignet für Hausarztpraxen, Mutter-Kind-Zentren und Einrichtungen für körperliche Untersuchungen.
Hohe klinische Korrelation und konsistente diagnostische Leistung mit dem Chemilumineszenztest von Roche.
Wer sollte sich testen lassen?
Frauen mit Kinderwunsch, Schwangere und Stillende (Kernpopulation)
Personen mit einer Vorgeschichte von Schwangerschaftskomplikationen oder wiederholten Fehlgeburten
Menschen mit unerklärlicher Anämie, chronischer Müdigkeit oder Appetitlosigkeit
Patienten mit Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Hyperhomocysteinämie
Vegetarier, Menschen mit unausgewogener Ernährung oder Personen mit unzureichendem Gemüsekonsum
Ältere Erwachsene, Patienten mit gastrointestinaler Malabsorption und Langzeitalkoholkonsumenten
Kinder und Jugendliche zur routinemäßigen Ernährungsbeurteilung




